Im Land der Flamen und Wallonen

November 21, 2010 - 1:50 am Keine Kommentare

Eigentlich würde es diesen Bericht so nicht geben. Nur durch einen Zufall habe ich die längst als verloren geglaubten Bilder auf einer Partition einer kaputten Festplatte gefunden. Umso größer war die Freude über die Wiedervereinigung, war diese Tour doch eine ganz besondere – die erste Tour mit meinem neuen Auto…und natürlich mit Stephan :D Daher gibt es hier ausnahmsweise mal einen Bericht über eine etwas ältere Tour.

Anfang der Freizeitparksaison 2009 machte im kleinen belgischen Freizeitpark “Plopsaland de Panne” ein kleiner aber feiner Launch Coaster von Gerstlauer namens “Anubis” auf. Nach begeisterten Berichten über “Lynet” im Farup Sommerland war die Vorfreude groß und so kam es, dass Stephan und ich Anfang April auf die Idee kamen diesen Park zu besuchen beziehungsweise eine kleine Belgien-Tour zu machen. Das erste Mai Wochenende bot sich dafür bestens an. Auf dem Plan standen: Bobbejaanland, Plopsaland und Drievilet. Doch wie sollte es auch anders sein, wurde daraus noch mehr…

Los ging es am Freitag Morgen in Hildesheim. Nach knapp 450 km Fahrt kamen Stephan und ich im Bobbejaanland an. Bereits am Eingang zeichnete sich ab, dass es heute voll wird. Mit dem Rabatt der ADAC Karte ging es in den Park direkt zu einer der Hauptattraktionen “Typhoon”.

Dieser Gerstlauer Eurofighter ist einer der etwas unruhigeren Vertreter, macht aber dennoch Spaß.

Danach ging es Kreuz und Quer durch den Park. Sich nach knapp über einem Jahr daran wieder zu erinnern, ist gar nicht mal so leicht ;-)

Daher hier ein paar kommentierte “Hightlights” des Parks:

Mit eine der Attraktionen, auf die ich mich in diesem Park am Meisten gefreut habe, war “Sledgehammer”. Und die Vorfreude hat sich gelohnt. “Sledgehammer” rockt und macht auch noch nach mehreren Wiederholungsfahrten riesig Spaß! Hier merkt man, dass es bei so einer Art von Attraktion doch auf die Größe ankommt.

Ansonsten gibt es im Bobejaanland unter anderem noch einen Junior Coaster und einen Suspended Coaster von Vekoma, eine Wilde Maus, einen Powered Coaster und den etwas eigensinnigen Indoor Coaster “Revolution”, der wohl weltweis seines Gleichen sucht.

Am Abend fuhren Stephan und ich dann zu unserem Etap Hotel in Antwerpen. Das Hotel ist günstig und liegt zentral, wenn man mal eine Tour durch Holland und Belgien machen möchte. Außerdem ist Antwerpen eine tolle Stadt!

Am nächsten Tag fuhren wir ins Plopsaland. Der Park liegt mitten im Ort de Panne und gehört der belgischen TV-Sendergruppe “Studio 100″ zu der seit diesem Jahr auch der Holiday Park Haßloch gehört. Eigentlich war mir der Park bis dato sehr unbekannt. Bis im Jahr 2008 die Meldung in den Freizeitparkforen die Runde machte, dass dieser Park zur Saison 2009 einen Launch-Coaster von Gerstlauer öffnen würde, dessen Streckenverlauf großartig werden sollte. Somit war der Besuch des Parks für mich und viele andere Freizeitparkfans so gut wie gesetzt.

So fuhren wir am Samstag morgen früh los um nach zwei Stunden Fahrt endlich am Park anzukommen. Dort ging es zugleich zum Eingang und durch den sehr schön gestalteten Eingangsbereich.

Unser erstes Ziel war die neue Achterbahn “Anubis”. Diese der TV-Serie “Das Haus Anubis” nach empfundene Achterbahn liegt zentral im Park gelegen. Als wir an der Bahn ankamen waren wir fast die Einzigen. Kein Wunder: Die Bahn war noch geschlossen und sollte erst später aufmachen. Also hieß es warten.

Schon kurze Zeit später wurde die Bahn und Betrieb genommen und wir konnten nach kurzer Wartezeit einsteigen, fahren, aussteigen und begeistert sein.

Danach machten wir den Rest des Parks unsicher. Das Ride-Portfolio ist zwar übersichtlich, dafür aber hochwertig. Neben einem Super Splash von Mack findet man dort noch einen Star Flyer, einen Large Tivoli und einen Kiddy Coaster von Vekoma.

Aufgrund seiner doch recht geringen Größe, haben wir den Park gegen Nachmittag nach mehreren Wiederholungsfahrten auf Anubis wieder verlassen. Da Stephan im Besitz der Fort Fun Jahreskarte war und somit freien Eintritt in den naheliegenden Bellewaerde Park hatte, sind wir kurzer Hand dort noch vorbei gefahren. Um 17:30 Uhr kamen wir dort an. Stephan sprang schnell raus und klapperte alle Achterbahnen ab und kam um 18 Uhr wieder raus. Auf dem Weg zurück zu unserem Hotel in Antwerpen fuhren wir noch in ein 1. Weltkrieg Freilichtmuseum, dessen Name mir jetzt nicht mehr einfällt. War auf  jedenfall sehr interessant, weil einige Bunker und Wallgräben noch erhalten waren.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg nach Den Haag. Der holländische Freizeitpark Drievliet stand auf unserer To-do Liste. Ein kleiner am Stadtrand im Industriegebiet gelegener Park. Dort stand der X-Car Launch-Coaster Formule X von Maurer & Söhne. Eine echte Spaßmaschine mit genialem Fahrgefühl dank der freien Sitzposition. Ansonsten ist der Park recht klein und bietet neben einigen Kirmesattraktionen noch einen Powered Coaster von Mack.

Auch mit diesem Park waren wir relativ schnell fertig. Gegen Mittag waren wir schon wieder im Auto auf dem Weg ins nahe gelegende Duinrell.  Dort sollte in diesen Tagen “Falcon” aufmachen. Doch an der Kasse erzählte man uns, dass wir ein paar Wochen zu früh wären. So drehten wir auf dem Parkplatz um und fuhren weiter. In unserer Bibel schauten wir, welcher Park noch so in Frage kommen würde. Schnell fand Stephan den kleinen Park “De Waarbeek”. Hierbei handelt es sich eher um einen Campingplatz an dessen Rand ein paar alte Kirmesattraktionen aufgebaut waren. Und eine aus den 30er Jahren und in Eigenleistung gebaute Stahlachterbahn. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand sogar die älteste Stahlachterbahn überhaupt. Klar, dass sowas sofort gefahren werden musste. Somit machten wir uns auf den Weg in Richtung Hengelo.

Dort kamen wir am Nachmittag an und fuhren sofort die “Rodelbaan” genannten Achterbahn. Im Anschluss fuhren wir dann noch die wenigen Kirmes-Rides.

Die Fahrt macht für das Alter der Bahn einiges her und es blieb nicht nur bei einer Fahrt.

“De Waarbeek” ist natürlich nicht mit Baaken zu vergleichen. Dazu fehlt ihm dann doch einiges an Flair. Wer auf seiner Holland Tour jedoch noch ein wenig Zeit übrig hat, sollte diesen Park, gerade aufgrund der “Rodelbaan” in Erwägung ziehen.

Nach dem Park fuhren wir zurück gen Heimat. Diese Probe hatte mein Auto überstanden.

Verewige dich hier!

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