Prag

Mai 15, 2011 - 9:35 pm Keine Kommentare

Mitte November waren wir von der Schule aus eine Woche auf Klassenfahrt in der goldenen Stadt an der Moldau. Wir haben viel von der Stadt gesehen und dank unserer Stadtführerin auch das ein oder andere erfahren.

Über den Dächern Prags

Über den Dächern Prags

So waren wir zum Beispiel in der Prager Burg, wo wir die Wachablösung gesehen haben – womit ich letztes Jahr zwei Wachablösungen gesehen habe, was einer Steigerung zum Vorjahr von ganzen 100% entspricht! – und noch viele weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt, die halt so zum Touri-Programm in Prag gehören.

Daher erspare ich euch auch mal dieses ganze Daten & Fakten-Gefasel wie: Wann wurde was gebaut und wieso sieht es heute nicht mehr so aus wie damals. Nein, in meinem ersten richtigen Beitrag im neuen Jahr sollen hauptsächlich mal die Bilder sprechen. Und das werden sie…

Aber von Anfang an. Früh am  Montag den 15.11.2010 ging es für uns ab Hamburg Hbf  in Richtung Prag. Gegen Nachmittag kamen wir im Prager Hauptbahnhof an, wo auch  schon unsere Stadtführerin auf uns wartete.

Angekommen in Prag

Angekommen in Prag

Prager Nachtleben Prager Nachtleben Prager Nachtleben

Am Dienstag folgte dann die Stadtführung:

Nationalmuseum am WenzelplatzBuddweise RestaurantDer "verkehrte" WenzelDachbarVorplatz Altstädter RingKutschenNikolauskircheTeynkircheAufzug vom PulverturmAufzug vom PulverturmMetro Station

Nach der Stadtführung machten wir uns in Gruppen auf, Prag auf eigene Faust zu erkunden. Unsere Gruppe fuhr zu einem dubiosen Markt. Dieser befindet sich in Lagerhallen im abgelegeneren Teil von Prag. Dort werden vorwiegend, von asiatischen Verkäufern, tonnenweise Billigartikel verkauft. Wenn man einen guten Eindruck macht (und den machten wir zweifelsohne) wurde man von dem ein oder anderen Händler auch schon mal in eine Hinterkammer gezogen. Dort gab es dann die “richtigen” Artikel zu sehen. Gefälschte Markenklamotten hauptsächlich. Aber wir waren ja nur zum gucken hier und da sich bei uns auch langsam ein mulmiges Gefühl breit machte (okay hauptsächlich bei mir ;)), machten wir uns auch bald wieder auf dem Weg zur Bushaltestelle.

Achja! Wir kamen noch an einem Parfümstand vorbei. Dort gab es – Überraschung – gefälschte Parfüms! Auf einem riesigen Regal vor dem Laden gab es zig Flaschen Parfüms bekannter Marken. Zwei aus der Gruppe holten sich ein Produkt, welches der Marke “Hugo Boss” sehr sehr ähnlich sah – und wo das Parfüm aus der Probeflasche den Käufern aus unserer Gruppe zufolge auch so ähnlich roch. Und das für einen Bruchteil dessen, was das Original normalerweise kostet. Froh über den Kauf ging es dann zum Bus. Auf dem Weg dahin, probierten die beiden das Parfüm aus. Tja…und was war natürlich passiert? Waren die Probeflaschen draußen wahrscheinlich mit dem Original Parfüm befüllt, waren die gekauften Flaschen mit irgend nem Billigfusel gefüllt, welches nach einiger Zeit stark anfing, nach Spiritus zu riechen.

Also: Aufpassen beim Parfumkauf in Prag. Vor allem, wenn “Umberto Boosi” auf der Packung steht ;)

Umberti Boosi

Wer sich ein bisschen mit Achterbahnen und Freizeitparks beschäftigt der weiß, dass es in Prag einen kleinen Park namens “Luna Park” gibt. Jetzt war es natürlich schwer zu glauben, dass ich das Glück haben würde, im November einen geöffneten Park vorzufinden. Und so war es dann leider auch. Nach unserem Besuch auf dem “Markt” machten wir uns auf in Richtung des Veranstaltungsgeländes im Norden von Prag.

Es war schon dunkel als wir ankamen. Doch ich hatte mir das Ziel gesetzt, zumindest einen Blick auf den Park werfen zu können. Also gingen wir los über das frei zugängliche Gelände. Und da waren sie: fleißige Arbeiter, die Attraktionen abbauten. Okay der Park hat zu und es würde sich auch nicht lohnen, morgen zu einem früheren Termin wiederzukommen. Also noch schnell ein Foto gemacht und zurück ins Hotel gefahren.

MessehallenWillkommen im LunaparkPrager AquariumDer Beweis: Wir waren da!Messehallen

Nächster Tag. Wir befinden uns in der Straßenbahn auf dem Weg zur Prager Burg. Nach 30 Minuten kamen wir an und schauten uns erstmal die nähere Umgebung an.

In der StraßenbahnFußgängerzoneAlte Stadtmauer PragsKlosterHäuserfassadeSkulpturGasse

Und dann kamen wir an der Prager Burg an um uns die Wachablösung anzusehen. Doch zuvor ging es noch mal auf Besichtigungstour über das Gelände.

Prager BurgStraßen-MusikantenSt.-Georgs-BasilikaSt.-Georgs-BasilikaSt.-Georgs-BasilikaSt.-Georgs-BasilikaSt.-Georgs-Basilika

Und dann begann sie: Die Wachablösung!

WachablösungWachablösungWachablösungPiratenpartei auf tschechischPiratenpartei auf tschechisch

Nächster Programmpunkt war der Hradschin, auf dem sich ein kleiner Nachbau des Eiffelturms befindet und von wo man einen tollen Ausblick auf die Stadt haben sollte. Als die Prager den originalen Eiffelturm in Paris gesehen haben, sollen sie so begeistert von ihm gewesen sein, dass sie auch unbedingt einen haben wollten. Da sowas aber mit immensen Kosten verbunden war, fiel die Prager Variante jedoch ein bisschen kleiner aus.

Ausblick von der Prager Burg auf die StadtBlick auf das Diplomatenviertel mit den ganzen BotschaftenSeilbahn...oder Zug mit Seil?Die StreckeOben angekommen: Blick auf PragOben angekommen: Die Deutsche BotschaftOben angekommen: Prager BurgOben angekommen: Die Stadien von PragDer Turm von unten

Dann ging es wieder “nach unten”. Nicht mit der Seilbahn, sondern zu Fuß. Unterwegs kamen wir am Diplomatenviertel vorbei. Unter anderem auch an der legendären Deutschen Botschaft.

Deutsche Botschaft: Schönen Garten haben dieDeutsche Botschaft

Ja und dann kamen wir am Mandarin Oriental Prague vorbei. Ein Hotel wie viele andere. Wären da nicht die ganzen Kameras und aufgedrehten Teenies gewesen. Neugierig wie wir waren haben wir Passanten gefragt, was da vor sich gehe. “Lady Gaga is here.” Oh. Ein Star. Hier. In Prag. Und sie soll gleich hier raus- und an uns vorbeifahren. Also Kamera rausgeholt und zu den Paparazzies an der Auffahrt zum Hotel gesellt. Ich hatte mir eine ziemlich gute Stelle am rechten Pfeiler vom Tor gesichert. Tja und da stand ich jetzt zwischen den ganzen Profi-Paparazzies. Wer die Reportagen von beruflichen Paparazzies kennt, weiß wie ruppig es hier zugehen kann. Und so musste ich mir meinen Platz gut sichern. Um es vorweg zunehmen. Wir waren knapp eine Stunde da. Und außer, dass sich der schwarze Van einmal vorwärts und rückwärts bewegte passierte gar nix! Es war November in Prag und so wurde uns zunehmende kälter. Nachdem wir uns noch clever in den Hintergrund in die Fernsehaufnahme von zwei schrillen Teenie-Mädels gemogelt hatten (und da waren wir dann auch ne echt lange Zeit), sind wir dann wieder zurück zum Hotel.

Mandarin Oriental PragueWarten auf Lady GagaWarten auf Lady GagaWarten auf Lady Gaga

Auf der Karlsbrücke sind wir dann noch an diesen schrägen, aber guten Musikern vorbeigekommen.

Musiker auf KarlsbrückeMusiker auf Karlsbrücke

Den Donnerstag waren wir dann noch in Theresensienstadt und haben uns dort das ehemalige Konzentrationslager und die Ausstellungen dazu angesehen. Sollte man auf jedenfall gemacht haben, wenn man einmal in Prag war. Eine sehr bedrückende Stimmung die einem zum Nachdenken anregt über das, was in der Zeit der nationalsozialisten geschehen ist und leider nicht mehr rückgängig zu machen ist. Leider habe ich von diesem Tag keine Bilder.

Ja und am Freitag ging es dann schon wieder zurück nach Hamburg. Prag hat mich positiv überrascht. Prag ist eine alte aber auch moderne, vielseitige, historische, kulturelle, interessante Stadt. Man kann locker eine Woche in ihr verbringen und trotzdem nicht alles gesehen haben. Daher steht für mich fest, dass ich dort auf jedenfall noch mal hin möchte. Aber dann im Sommer. Wenn der Luna Park auf hat.

Verewige dich hier!

(c) 2010 inLIMITit

bloggertemplate